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Feuerwehrverband Brandenburg distanziert sich von neuer Feuerwehrsport-Initiative

Durch KI erstellt

Der Landesfeuerwehrverband Brandenburg (LFV) hat seine Entscheidung bekräftigt, die Zusammenarbeit mit einem früheren Funktionsträger dauerhaft zu beenden. Anlass ist ein klärendes Gespräch, das im November 2025 in Potsdam geführt wurde. Dabei ging es unter anderem um umstrittene Vorgänge bei der Eröffnung der Deutschen Meisterschaft im Feuerwehrsport in Torgau.

Nach Angaben des Verbandes habe der Betroffene eingeräumt, die Abläufe damals bewusst geplant zu haben. Einen politisch motivierten Hintergrund habe er jedoch zurückgewiesen. Gleichzeitig habe er erklärt, die möglichen Auswirkungen seines Handelns nicht vorausgesehen zu haben.

Auch seine Teilnahme an einer internationalen Feuerwehrsport-Veranstaltung in Riad wurde thematisiert. Dort war er Teil einer nicht offiziell legitimierten deutschen Mannschaft. Laut Verband habe er betont, dass für ihn ausschließlich der sportliche Vergleich im Vordergrund gestanden habe.

„Kein verlässlicher Partner“

Der LFV kommt dennoch zu einem klaren Fazit: Es fehle an politischem Bewusstsein und Verlässlichkeit. Eine weitere Zusammenarbeit schließt der Verband deshalb aus. Ähnliche Entscheidungen hätten inzwischen auch andere Landesfeuerwehrverbände getroffen.

Neue Organisation sorgt für Kritik

Für zusätzliche Unruhe sorgt die Gründung der „Deutschen Feuerwehrsportgemeinschaft“ (DFSG), die offenbar von dem ehemaligen Funktionär initiiert wurde. Nach Angaben des LFV plant die neue Organisation eigene Wettbewerbe, darunter eine jährlich stattfindende Deutsche Meisterschaft.

Der Verband kritisiert insbesondere die geplante Struktur: Diese würde jährliche Landesmeisterschaften erforderlich machen, um Qualifikationen sicherzustellen. Aus Sicht des LFV sei das organisatorisch und finanziell nicht umsetzbar.

Zudem fehlten bislang transparente Informationen zur Vereinsstruktur der DFSG, etwa zu Führung oder Satzung.

Keine Unterstützung durch den Verband

Der Landesfeuerwehrverband Brandenburg stellt klar, dass er die Aktivitäten der neuen Organisation nicht unterstützen wird. Gleichzeitig bleibt es Feuerwehrsportlern freigestellt, an Veranstaltungen der DFSG teilzunehmen. Konsequenzen für ihre Teilnahme an offiziellen Wettbewerben des LFV oder des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) sollen daraus nicht entstehen.

Allerdings zieht der Verband eine klare Grenze: Das Tragen von Kleidung oder Abzeichen des LFV bei Veranstaltungen der DFSG ist untersagt – sowohl für Sportler als auch für Wettkampfrichter.

Sorge vor Spaltung im Feuerwehrsport

Der Verband sieht in den Entwicklungen eine Gefahr für den bisherigen Feuerwehrsport. Dieser sei eng mit den Strukturen der Feuerwehren verbunden und diene auch der Nachwuchsgewinnung sowie der körperlichen Fitness der Einsatzkräfte.

Die neue Initiative wird hingegen kritisch bewertet. Aus Sicht des LFV könnte sie bestehende Strukturen schwächen und zu einer Spaltung innerhalb der Feuerwehrsportgemeinschaft führen.

Anmerkung der Redaktion:
Der Name des betroffenen Funktionärs ist der Redaktion bekannt, wurde jedoch aus redaktionellen Gründen geändert. In der ursprünglichen Mitteilung wird er als Dr. R. Münder geführt.