Ein verheerender Brand in einem 20-geschossigen Hochhaus in Berlin-Friedrichsfelde hat am Mittwochabend ein Todesopfer gefordert. Ein Kind starb nach dem Feuer, zwei weitere Menschen – ebenfalls ein Kind und eine Frau – schweben nach Angaben der Feuerwehr in einem kritischen Zustand. Sie waren bewusstlos auf dem Flur der Brandetage entdeckt und noch vor Ort reanimiert worden.
Der Brand war gegen 19:55 Uhr in einer Wohnung im dritten Obergeschoss des Hochhauses im Bezirk Lichtenberg ausgebrochen. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, stand das Apartment bereits in Vollbrand. Flammen schlugen aus den Fenstern, dichter Rauch breitete sich rasch im gesamten Gebäude aus.
Bewusstlose Kinder und Frau im Hausflur gefunden
Dramatische Szenen spielten sich auf der betroffenen Etage ab: Feuerwehrtrupps fanden zwei Kinder und eine Frau bewusstlos im Hausflur. Unter laufenden Reanimationsmaßnahmen wurden sie in umliegende Krankenhäuser transportiert. Für eines der Kinder kam jedoch jede Hilfe zu spät.
Insgesamt brachte der Rettungsdienst mindestens acht Menschen in Kliniken. Neben der Frau und dem überlebenden Kind wurde mindestens eine weitere Person schwer verletzt. Wie viele Bewohner insgesamt medizinisch versorgt wurden, ist derzeit noch unklar.
Rauch in allen Etagen – 70 Bewohner vor dem Gebäude
Der Brand entwickelte sich nach ersten Erkenntnissen besonders schnell, da die betroffene Wohnung mit zahlreichen Gegenständen zugestellt gewesen sein soll. Der dichte Rauch zog durch das Treppenhaus und erreichte weite Teile des Gebäudes.
Zahlreiche Bewohner retteten sich eigenständig ins Freie. Andere machten an Fenstern auf sich aufmerksam oder wählten den Notruf. Feuerwehrkräfte führten mehrere Menschen unter Atemschutz durch das verrauchte Treppenhaus ins Freie.
Vor dem Hochhaus sammelten sich rund 70 Bewohner. Insgesamt kontrollierten die Einsatzkräfte etwa 60 Wohnungen auf mögliche weitere Betroffene.
20 Wohnungen unbewohnbar
Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers sind derzeit mindestens 20 Wohnungen in dem Gebäudekomplex mit schätzungsweise über 150 Einheiten nicht bewohnbar. Die betroffenen Mieter mussten anderweitig untergebracht werden.
Der Bewohner der Brandwohnung konnte sich nach bisherigen Informationen selbst ins Freie retten. Zur Ursache des Feuers dauern die Ermittlungen an.
Die Tragödie von Friedrichsfelde hinterlässt ein Bild der Zerstörung – und eine Familie in tiefer Trauer.

