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Stundenlang im Flugzeug gefangen am BER: Ältere Passagiere klagen über Kreislaufprobleme

KI Erstellt

Dramatische Szenen spielten sich am Donnerstagabend am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) ab. Gegen 18:50 Uhr wurde die Flughafenfeuerwehr zu einem Flugzeug der Malta Airlines alarmiert. An Bord der Maschine befanden sich 196 Passagiere – viele von ihnen bereits völlig erschöpft.

Nach Informationen, die Brandenburg Nachrichten vorliegen, waren die Reisenden zu diesem Zeitpunkt bereits seit rund neun Stunden in dem Flugzeug eingeschlossen. Interne Unterlagen belegen, dass die Passagiere über einen extrem langen Zeitraum in der Maschine verbleiben mussten, ohne dass eine reguläre Abfertigung oder ein Ausstieg möglich war.

Die Flughafenfeuerwehr rückte mit einem Fahrzeug zur Parkposition der Maschine aus – allerdings ohne Sonder- und Wegerechte. Grund für den Einsatz war die Unterstützung des Rettungsdienstes. Mehrere Passagiere, darunter vor allem ältere Menschen, klagten über Unwohlsein, Kreislaufprobleme und Erschöpfung.

Vor Ort verschafften sich die Einsatzkräfte zunächst einen Überblick über die Lage. Nach ersten Erkenntnissen hatten die Reisenden stundenlang unter beengten Verhältnissen im Flugzeug ausharren müssen. Viele von ihnen waren dehydriert, müde und gesundheitlich angeschlagen. Sanitäter kümmerten sich um die Betroffenen und leisteten medizinische Erstversorgung.

Hintergrund der massiven Verzögerungen war die angespannte Wetterlage. Eisregen, Glätte und winterliche Bedingungen hatten bereits im Laufe des Tages zu erheblichen Einschränkungen im Flugbetrieb geführt. Schließlich musste der komplette Betrieb am BER eingestellt werden.

Wie inzwischen bestätigt wurde, bleibt der Flughafen auch am Freitagvormittag bis voraussichtlich 12:00 Uhr für Starts, Landungen und Abfertigungen geschlossen. Zahlreiche Flüge wurden gestrichen oder auf unbestimmte Zeit verschoben. Für viele Reisende bedeutet dies weitere Stunden der Unsicherheit und des Wartens.

Warum die Passagiere so lange in der Maschine verbleiben mussten, ist derzeit noch unklar. Ob organisatorische Probleme, fehlende Kapazitäten oder sicherheitsrelevante Gründe ausschlaggebend waren, soll nun geprüft werden.

Fest steht: Für die betroffenen Reisenden wurde der Flug zu einer wahren Geduldsprobe – und für einige sogar zu einer gesundheitlichen Belastung. Die Aufarbeitung des Vorfalls dürfte den Flughafen und die Airline noch länger beschäftigen.