In der Nacht zu Samstag (07.02.2026) hat die Autobahnpolizei einen Sattelzug aus dem Verkehr gezogen, nachdem dessen Fahrer durch ein hochriskantes Manöver mehrere Verkehrsteilnehmer in Gefahr gebracht hatte. Der Vorfall ereignete sich gegen 3:50 Uhr auf der Bundesautobahn 10 in Fahrtrichtung Autobahndreieck Werder, auf Höhe der Anschlussstelle Groß Kreutz.
Nach bisherigen Erkenntnissen war der 41-jährige Lkw-Fahrer mit einer zu hohen Ladung unterwegs. In der Folge kollidierte der Auflieger mit einer Autobahnbrücke. Anstatt anzuhalten und die Unfallstelle ordnungsgemäß abzusichern, entschied sich der Fahrer zu einem lebensgefährlichen Schritt: Er setzte den Sattelzug auf dem rechten Fahrstreifen rückwärts, um entgegen der Fahrtrichtung zur Anschlussstelle Groß Kreutz zurückzufahren.
Ein Zeuge beobachtete das Geschehen und meldete der Polizei, dass ein nachfolgender Pkw-Fahrer nur durch eine Vollbremsung eine schwere Kollision mit dem zurücksetzenden Lkw verhindern konnte. Dieser Pkw-Fahrer ist bislang unbekannt.
Alarmierte Einsatzkräfte der Autobahnpolizei konnten den Sattelzug kurze Zeit später auf dem Beschleunigungsstreifen der Anschlussstelle Groß Kreutz feststellen. Bei der anschließenden Kontrolle kamen weitere schwerwiegende Verstöße ans Licht: Das Kennzeichen des Sattelaufliegers war gefälscht, zudem bestand für den Auflieger zum Zeitpunkt der Fahrt kein gültiger Versicherungsschutz.
Gegen den 41-jährigen Fahrer wurden mehrere Strafanzeigen aufgenommen, unter anderem wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr sowie Urkundenfälschung. Die Weiterfahrt wurde durch die Polizei untersagt.
Die Autobahnpolizei bittet nun insbesondere den Pkw-Fahrer, der durch das Rückwärtsfahren des Lkw zu einer Gefahrenbremsung gezwungen wurde, sich zu melden. Auch weitere Zeugen, die sachdienliche Hinweise zum Vorfall geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0331 / 28351-2624 bei der zuständigen Dienststelle zu melden.

