Am Mittwochmorgen (gegen 07:15 Uhr) ist es in Mühlenbeck (Oberhavel) auf der Liebenwalder Straße zu einem gefährlichen Zwischenfall im Schulverkehr gekommen. Eine 55-jährige Fahrerin eines Nissan soll beim Überholen eines Schulbusses den Abstand zum Gegenverkehr offenbar falsch eingeschätzt haben.
Nach ersten Erkenntnissen scherte die Frau so dicht vor dem Bus wieder ein, dass der Busfahrer eine sofortige Gefahrenbremsung einleiten musste, um einen möglichen Zusammenstoß zu verhindern. Zwar kam es nicht zu einer direkten Kollision zwischen den Fahrzeugen, dennoch hatte das abrupte Bremsmanöver Folgen für die jungen Fahrgäste.
Acht Kinder im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren wurden durch die starke Verzögerung leicht verletzt. Zwei der betroffenen Kinder wurden von ihren Eltern abgeholt und vorsorglich ärztlich untersucht. Die übrigen sechs Kinder konnten nach einer kurzen Erstversorgung vor Ort die Schule besuchen.
Polizei und Rettungskräfte waren im Einsatz. Die Beamten haben Ermittlungen zum genauen Unfallhergang aufgenommen. Insbesondere wird geprüft, ob ein Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung vorliegt.
Der Vorfall zeigt erneut, wie sensibel und riskant Überholmanöver im morgendlichen Schulverkehr sein können. Gerade im Bereich von Schulbussen ist besondere Vorsicht geboten – abrupte Fahrmanöver können selbst ohne Zusammenstoß zu Verletzungen führen.

