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Eskalation bei Privatfeier: Polizist gewürgt, Beamtin verletzt – Polizei greift hart durch

VonSven Schuster

9. Februar 2026 ,
KI Erstellt

Groß Kreutz (Havel), Ortsteil Jeserig (Potsdam-Mittelmark) – Bei einem Polizeieinsatz wegen einer Ruhestörung sind am Samstagabend (7. Februar) in Jeserig mehrere Polizeibeamte angegriffen und leicht verletzt worden. Auslöser war eine private Feier in der Göhlsdorfer Straße mit rund 40 anwesenden Personen.

Nach Angaben der Polizei hatten Zeugen zunächst eine Ruhestörung gemeldet. Noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte versuchte ein 66-jähriger Mann, die Verantwortlichen der Feier selbstständig zur Ruhe zu bewegen. Dabei wurde er von einem Gast unvermittelt mit der Faust ins Gesicht geschlagen.

Am Einsatzort trafen die Beamten auf den 50-jährigen Hauseigentümer. Während der Sachverhaltsklärung verhielt sich der Mann zunehmend aggressiv. Er packte einen 30-jährigen Polizeibeamten am Hals und würgte ihn. Der Angreifer wurde daraufhin durch die Einsatzkräfte mit einfacher körperlicher Gewalt zu Boden gebracht und fixiert.

Im weiteren Verlauf wurde eine 33-jährige Polizistin leicht am linken Arm sowie am Schienbein verletzt. Zudem soll der Mann die Beamtin bedroht haben. Da sich auch weitere Partygäste zunehmend aggressiv verhielten, wurden zusätzliche Polizeikräfte zur Unterstützung angefordert.

Ein Atemalkoholtest beim 50-Jährigen ergab einen Wert von über 1,7 Promille. Trotz des aggressiven Verhaltens konnte der Mann nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen vor Ort entlassen werden. Die verletzten Beamten benötigten keine medizinische Behandlung und blieben dienstfähig.

Die private Feier wurde durch die Polizei aufgelöst. Den verbliebenen rund 35 Gästen wurde jeweils ein Platzverweis erteilt, dem die meisten nachkamen. Während der Auflösung der Veranstaltung kam es jedoch zu einem weiteren tätlichen Angriff auf Einsatzkräfte. Ein 16-jähriger Jugendlicher musste ebenfalls zu Boden gebracht und fixiert werden. Anschließend wurde er an seine vor Ort befindlichen Erziehungsberechtigten übergeben.

Die Polizei hat mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet, unter anderem wegen Körperverletzung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie Bedrohung.