In Schwedt ist es am Montag zu einem außergewöhnlichen Einsatz gekommen: Eine 63-jährige Frau legte die Notrufnummer 110 über Stunden lahm. Nach Angaben der Polizei wählte sie rund 200 Mal den Notruf – jedes Mal ohne zu sprechen und legte sofort wieder auf.
Für die Leitstelle bedeutete das eine erhebliche Belastung. Da echte Notfälle in dieser Zeit hätten verzögert werden können, entschieden sich die Beamten schließlich, der Sache nachzugehen und fuhren zur gemeldeten Adresse.
Vor Ort blieb die Wohnungstür zunächst verschlossen. Zwar waren aus der Wohnung Geräusche zu hören, doch auf Klingeln und Rufen reagierte niemand. Weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich die Frau in einer hilflosen Lage befindet, wurde die Feuerwehr zur Notöffnung der Tür hinzugezogen.
Nach dem Betreten der Wohnung trafen die Einsatzkräfte auf die 63-Jährige. Statt Erklärungen zu liefern, reagierte sie laut Polizei jedoch aggressiv und beschimpfte die Beamten sowie die Feuerwehrkameraden. Einen nachvollziehbaren Grund für die Vielzahl der Anrufe nannte sie nicht.
Warum die Frau die Notrufnummer über einen so langen Zeitraum blockierte, ist weiterhin unklar. Die Polizei prüft nun den Vorfall – klar ist jedoch: Missbrauch von Notrufnummern kann im Ernstfall Menschenleben gefährden. Zuerst hatte die Bild berichet.
